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Projektarbeit

Sprachforscher-Projekttage
Der Auftakt der Projektarbeit im Netzwerk „Sprachsensible Schulentwicklung“ begann mit den „Sprachforscher-Projekttagen“ im Mai 2014. Das Ziel der Projekttage bestand vor allem darin, die Schulgemeinde für dieses Thema zu sensibilisieren und einen Einstieg in das sprachsensible Arbeiten für alle Lehrkräfte zu ermöglichen. In den verschiedenen Projektgruppen erstellten die Schülerinnen und Schüler z.B. Comics zum Thema „Sprache“, sie nahmen ein eigenes Hörspiel auf oder versuchten, mit ihrem Körper verschiedene Buchstaben darzustellen. Viele Ergebnisse der Projekte  z.B. eine Bauanleitung für ein Kugellabyrinth oder ein Kochbuch können in der Zukunft von weiteren Schülergenerationen genutzt werden.

Das Fach Sprache
Seit dem Schuljahr 2014/15 wird das Fach Sprache in den Jahrgängen 5-7 einstündig unterrichtet. Das Fach führt Sprachhandlungen ein, die in mehreren Fächern über Schuljahre hinweg ihren Einsatz finden z.B. Diagramme beschreiben, Argumentieren und Begründen, Protokolle verfassen.

Für die Weiterarbeit haben wir uns drei Leitziele gesetzt.

1. Leitziel: Etablierung des Faches Sprache

Um die Etablierung des Faches Sprache zu erreichen, erproben wir im Schuljahr 2014/15 die zuvor entwickelten Materialien im Unterricht.  Auf einer schulinternen Fortbildung im März werden alle Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarschule weiterqualifiziert. Methoden, Inhalte und Materialien werden  evaluiert und Bewährtes für die Entwicklung eines „Sprachbildungscurriculum“ schriftlich festgehalten.

2. Leitziel: Einrichten eines Lernbüros mit dem Schwerpunkt „sprachsensible Materialien und Aufgaben“

Wir schaffen Sprachspiele und Sprachmaterial zur Förderung der Kommunikation der Lernenden und die Erweiterung ihres Wortschatzes an. Sie regen eine spielerische Auseinandersetzung mit Sprache an. Ab Februar 2015 werden die Materialien und Aufgaben während der Lernzeit eingesetzt. Die erste Evaluation erfolgt in der Lehrerkonferenz im April 2015 und eine zweite Evaluation am Ende des Schuljahres 2014/15.

3. Leitziel: Planung von sprachsensiblen Wahlpflicht-Kursen

In einer schulinternen Fortbildung im Mai werden die Inhalte und die sprachlichen Schwerpunkte für den WP-Bereich erarbeitet.  Bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 werden fortlaufend sprachsensible Unterrichtseinheiten entwickelt und in einem Ordner abgeheftet. Das gesamte Kollegium trifft fächerübergreifende Absprachen bezüglich Operatoren und Textsorten und hält diese Absprachen in einem Sprachbildungscurriculum fest.

Sekundarschule nimmt an Sprachförderungsprojekt teil

09.01.2014 Quelle:come-on.de

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Erfolgreiche Bildungsbiographien kann nur schreiben, wer sicher in Sprache und Schrift ist. Sprachliche Bildung soll deshalb an der Sekundarschule durchgängig in allen Fächern und außerunterrichtlichen Angeboten verankert werden. Die Schule wird darum als eine von NRW-weit 25 Schulen an dem Projekt „Sprachsensible Schulentwicklung“ der Mercator-Stiftung und des NRW-Schulministeriums teilnehmen.

Anne Rohde, Leiterin der Sekundarschule, freut sich darüber, dass ihre Schule als eine von landesweit 25 an dem Projekt „Sprachsensible Schulentwicklung“ teilnehmen wird.

In dem Projekt, das von 2013 bis 2016 läuft, werden Fördermittel von mehr als 1,2 Millionen Euro eingesetzt, die den Schulen allerdings nicht als Geld, sondern in Form von wissenschaftlicher Begleitung, Netzwerkunterstützung und Schulentwicklungsberatung bereit gestellt werden.

Durch das Projekt „Sprachsensible Schulentwicklung“ werden die ausgewählten Schulen dabei unterstützt, eine durchgängige sprachliche Bildung in ihrem Profil zu verankern, so dass insbesondere auch mehrsprachige Schüler beim Erwerb der Bildungssprache gefördert werden. Ziel des Projekts ist die nachhaltige Umsetzung einer koordinierten, aufeinander aufbauenden Sprachbildung in Schule und Unterricht, die zu einer Verbesserung der Sprachkompetenz und zur Erhöhung des Bildungserfolges von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund führen soll.

„Hintergrund ist, dass Jugendliche zunehmend weniger die Bildungssprache nutzen und zu komplizierten Texten, Versuchsanleitungen und Fachliteratur kaum Zugang finden“, erklärte Schulleiterin Anne Rohde. Einem pädagogischen Konzept, daraufhin auch diese Texte zu verkürzen, setze die Sekundarschule gerade die Einführung, Verbesserung und Anwendung der Bildungs- und Fachsprache in allen Fächern gegenüber.

„Ohne wirksame Sprachförderung bleiben vielen Kindern und Jugendlichen in NRW Bildungschancen verschlossen. Die Stiftung Mercator setzt sich dafür ein, dass jedem Kind die Förderung zugute kommen kann, die es für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn benötigt“, sagt Professor Dr. Bernhard Lorentz von der Marcator-Stiftung.

Die teilnehmenden Schulen arbeiten in sechs Netzwerken an unterrichtsbezogenen Konzepten der Sprachbildung. Die Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde wird ab Februar im Netzwerk 3 (Südwestfalen) mitarbeiten. „Die beteiligten Schulnetzwerke erarbeiten im Rahmen der Sprachsensiblen Schulentwicklung Lösungen, die durch ihr spezifisches Profil wiederum auf andere Schulen in ganz NRW ausstrahlen und auch auf andere Schulen und Netzwerke übertragen werden können“, erklärte Rohde, wie das Projekt konkret umgesetzt werden soll. Um die Wirkungen des Projekts zu analysieren, werde die Arbeit der schulischen Netzwerke extern wissenschaftlich begleitet. Dabei solle geprüft werden, inwiefern das Projekt eine durchgängige, fächerübergreifende Sprachbildung ermöglicht und zu einer Verbesserung der sprachlichen Kompetenz der Schüler beiträgt.

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Sylvia Löhrmann sprach auf der Auftaktveranstaltung der "Sprachsensiblen Schulentwicklung" am 11.02.2014


Sekundarschule legt Grundstein für Bildungserfolg

Quelle: come-on.de am 06.03.2015

ALTENA - Die Sekundarschule Altena-Nachrodt-Wiblingwerde nimmt seit dem 11. Februar 2014 an dem Projekt „Sprachsensible Schulentwicklung“ teil.

Lena Krutmann (l.) unterrichtet die Fächer Arbeitslehre, Technik und Deutsch. Ihre Kollegin Jennifer Cormann (Mitte) die Fächer Mathematik, Naturwissenschaften und Sport an der Sekundarschule Altena-Nachrodt-Wiblingwerde. Ganz rechts Schulleiterin Anne Rohde im Technikraum des Teilstandortes in der Nette.  Foto: Bonnekoh

Lena Krutmann (l.) unterrichtet die Fächer Arbeitslehre, Technik und Deutsch. Ihre Kollegin Jennifer Cormann (Mitte) die Fächer Mathematik, Naturwissenschaften und Sport an der Sekundarschule Altena-Nachrodt-Wiblingwerde. Ganz rechts Schulleiterin Anne Rohde im Technikraum des Teilstandortes in der Nette.  Foto: Bonnekoh

Das steht für ein gemeinsam zu entwickelndes Konzept der Stiftung Mercator, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landesweiten Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren NRW sowie der Universität Duisburg-Essen.

Schulleiterin Anne Rohde: „Eingebunden ist es in ein regionales Schulnetzwerk von insgesamt 33 Projektschulen in ganz Nordrhein-Westfalen, darunter sechs in Südwestfalen. Der Projektzeitraum umfasst drei Jahre.“

Koordinatorinnen des Projektes sind am Teilstandort der Schule in der Nette die beiden Pädagoginnen Jennifer Cormann und Lena Krutmann. Während die erstgenannte Mathematik, Naturwissenschaften und Sport unterrichtet und von den Schülern zusätzlich gewählte SV-Lehrerin und Beraterin im Netzwerk Sprachsensible Schulentwicklung ist, unterrichtet Lena Krutmann die Fächer Arbeitslehre, Technik und Deutsch. Die junge Frau ist an der Sekundarschule die Projektkoordinatorin und Beraterin im Netzwerk Sprachsensible Schulentwicklung.

Was will das Projekt?

„Sprachsensible Schulentwicklung“ unterstützt den Erwerb der Bildungssprache und zusätzlich der Fachsprache insbesondere von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Das soll ihnen zusätzlich zu einem Bildungserfolg, sprich Abschluss, verhelfen. Anne Rohde: „Eine durchgängige sprachliche Bildung ist ein wichtiger Baustein für einen Bildungserfolg überhaupt und eine gelingende Integration.“

Beispiel aus dem Technik-Unterricht: Viele Schüler nennen einen Hammer ein „Dings“ oder eine Zange „das Teil da“... Da greifen die Lehrerinnen konkret ein. Hammer heiße Hammer und Zange eben Zange und nicht „Dings“ oder „das Teil da...“

Die „kleine“ Sekundarschule – sie verfügt aktuell über knapp zwei Dutzend Pädagogen und etwa 240 Schüler an beiden Standorten, ist dabei, Konzepte mit zu entwickeln, die dann in Schule und Unterricht landesweit Eingang finden. Sie befindet sich damit in Gesellschaft von großen Gymnasien, Gesamtschulen und natürlich Sekundarschulen. Anne Rohde und ihre beiden Kolleginnen sprechen im Rahmen dieser Netzwerkarbeit „von einer Vorreiterrolle, die wir übernommen haben.“ Man sei schon ein wenig stolz darauf, dass die Konzepte von Lena Krutmann und Jennifer Cormann „nicht nur in den beteiligten Schulen und bei den Projekt-Partnern vorgestellt, sondern sogar schon landesweit publiziert werden.“ Weiter Teilerfolg dieser arbeitsintensiven Arbeit: Die von beiden Frauen entwickelten Unterrichtsbeispiele in den Fächern Technik und Mathematik wurden als „vorbildliche Unterrichtsbeispiele“ eingestuft und bereits in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. „Jetzt können auch andere Kollegen von dem Ideenreichtum, pädagogischen Geschick und Fleiß der beiden profitieren“, freut sich Anne Rohde.

Ende Februar nahm ein Team des Projekt-Kooperationspartners Uni Duisburg-Essen den Unterricht der beiden Altenaer Pädagogen vor Ort im Klassenzimmer auf Film auf. Auch dieser Streifen wird jetzt als „vorbildlicher Unterricht“ in der gesamten Projektgruppe weiter gegeben. In Kürze werden Cormann und Krutmann auch als Moderatorinnen in sechs Workshops tätig sein und ihre Erkenntnisse weiter geben. „Wir gehen vorneweg“, sagt Anne Rohde und fügt an: „Es ist besonders erfreulich, dass alle Kollegen unserer Schule voll hinter dem Projekt stehen und es unterstützen.“ Das gebe zusätzlich Rückenwind. Kommende Woche haben die Schüler der Sekundarschule Altena-Nachrodt-Wiblingwerde einen Tag unterrichtsfrei – dann ist eine Fortbildung unter dem Motto: „Studientag“ angesetzt. Drei dieser Tage genehmigt die Schulbehörde pro Jahr „und das reizen wir auch voll aus“, so Rohde.

Johannes Bonnekoh


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Frau Krutmann nahm die Auszeichnung zur sprachsensiblen Schule auf der Meilensteintagung in Dortmund entgegen.

 
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Termine

16.10-20.10.2017
Klassenfahrt 8b

23.10.-03.11.2017
Herbstferien

07.11.2017
BZH Potenzialanalyse 8a

08.11.2017
BZH Potentialanalyse 8b

09.11.2017
BZH Potentialanalyse 8c

09.11.2017
Autorenlesung mit Peter Prange, Jg. 9/10, Burg Holtzbrinck

10.11.2017
Auswertungsgespräche Potentialanalyse, Altena
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